Monday, July 3, 2017

9/11 Museum

Ich war heute wieder am World Trade Center, um mir das Museum zu den Anschlaegen vom 11. September bzw. zu den ehemaligen Zwillingstuermen des World Trade Centers anzuschauen. Ich dachte, dafuer brauch ich bestimmt nicht viel Zeit, ist nur ein kleines Gebaeude, vielleicht 2 Stockwerke hoch und nicht mehr als 40x25m von der Grundflaeche. So sieht das von aussen aus:
  Kann ja nich so lange dauern da durch zu gehen, so klein wie das ist, hab ich gedacht. Und fuer das kleine Mini-Museum wollten die auch noch 24 Dollar Eintritt! Egal, ich wollte es sehen, egal wie klein. Uiuiui, hab ich mich von aussen taeuschen lassen! Das Museum erstreckt sich unterirdisch unter dem ganzen Platz entlang, wo man von oben in Form von zwei Pools die beiden 'Fussabdruecke' der Zwillingstuerme sehen kann.

Diese riesige, unterirdische Halle ist Teil des Museums. Rechts in hellgrau kann man die Verkleidung von einem der 'Fussabdruecke' von unten sehen. In der Mitte der Halle steht das letzte Stueck Stahl, das von Ground Zero weggeraeumt wurde, was zuvor von Helfern und Angehoerigen von Opfern dekoriert wurde.
 Links in dieser Halle sieht man einen Teil der originalen Dichtwand, die das Wasser aus der Baugrube und spaeter aus den Gebaeuden herausgehalten hat. Die hat die Anschlaege unbeschaedigt ueberstanden, es gab wohl Befuerchtungen, dass die brechen koennte und der ganze Bereich mit Wasser geflutet werden koennte.
 Ausserdem gibt es einige Stahlpfeiler zu sehen, unter anderem diesen hier, der sich direkt unter der Stelle des Suedturmes befand, an der das Flugzeug eingeschlagen ist.
 Das hier sind die Verankerungen der Stuetzpfeiler des Suedturmes im Grundgestein unter Manhattan. Das komplette Gebaeude wurde abgebaut, und die Stuetzpfeiler direkt ueber der Betonverkleidung der Bodenplatten abgesaegt.
 Auf diesen Platten ruhten die Stahltraeger der Aussenfassade:
 Hier ist ein Feuerwehrfahrzeug, bzw. das was davon uebrig ist. Die Fahrerkabine und die Vorderachse fehlen vollstaendig.
 Einer der Stuetzpfeiler, auseinandergerissen und verbogen wie Gummi. Der Stahl ist uebrigens ca. 5cm dick.
In weiteren Bereichen des Museums war das Fotografieren leider nicht erlaubt. Es gibt viele Bereiche, wo man Augenzeugenberichte anhoeren kann, viele Andenken von Ueberlebenden, einige wenige Fundstuecke, denn viel identifizierbares ist nicht uebrig geblieben. Ausserdem noch viele weitere Teile der Tuerme, und weitere zerstoerte Feuerwehr- und Rettungswagen. Besonders beeindruckend: Es ist ein etwa 80cm hoher, 2.5x2.5m in der Grundflaeche messender Klumpen aus gestellt, der mal 5-8 Etagen eines der Tuerme war. Nachdem Zusammenbruch des Turmes ist durch Feuer alles zu einer Masse zusammengeschmolzen.

Ich war dann doch fuenfeinhalb Stunden in dem 'Mini-Museum', es hat sich definitiv gelohnt! Es ist absolut nicht reisserisch und sehr wuerdevoll. Nicht so gut fand ich, dass man an einigen Stellen, um alles zu sehen, 'gegen den Strom schwimmen' musste, sprich anderen Besuchern entgegenlaufen musste, das war zum Teil recht unangenehm, da es recht voll war.

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