Friday, June 30, 2017
Tschuess Mexiko, Tschuess Playa del Carmen
Morgen ganz frueh geht's weiter zur naechsten Station meiner Reise, nach New York. Playa del Carmen war ein recht guter Ausgangspunkt fuer Touren auf der Yukatan-Halbinsel, aber nur wegen Playa del Carmen herkommen wuerde ich eher nicht. Der Strand von Playa del Carmen ist nicht so dolle, leider mit sehr vielen Algen bedeckt. Allerdings bekommt man in der Naehe des Stadtzentrums richtig preiswertes Essen, es reiht sich Gaststaette an Imbis an Bar. Zwischen den ganzen Hotels.
Valladolid
Valladolid ist eine Stadt ganz in der Naehe von Chichen Itza und eine der aeltesten Staedte in ganz Yucatan. Bucht man eine Tour nach Chichen Itza, wird man auch nach Valladolid gekarrt, ob man will oder nicht. Da die Stadt aber ziemlich klein ist, im speziellen der zentrale Park, der allen Touristen gezeigt wird, hat man geradeso 20 Minuten Zeit, die Umgebung zu erkunden, bevor der Bus Platz fuer den naechsten aus Chichen Itza kommenden Bus machen muss. Hauptattraktion in Valladolid sind die im Minutentakt ankommenden und abfahrenden Touristenbusse ist eine Kirche, die aus Steinen eines Maya-Tempels erbaut wurde.
Gar nicht so einfach, die Kirche ohne Bus zu fotografieren:
Puh, Ort gefunden wo kein Bus im Bild zu sehen ist:
So sieht die Kirche innen aus:
Im zentralen Park findet sich dieser huebsche Brunnen:
und diese interessanten Partner-Sitzgelegenheiten.
Ausserdem wird man alle 10 Sekunden von Haendlern angesprochen, ob man nicht was kaufen moechte. Echt nervig! Von mir aus stuende Valladolid nicht auf der Liste der Orte, die man in Mexiko gesehen haben muss.
Gar nicht so einfach, die Kirche ohne Bus zu fotografieren:
Puh, Ort gefunden wo kein Bus im Bild zu sehen ist:
So sieht die Kirche innen aus:
Im zentralen Park findet sich dieser huebsche Brunnen:
und diese interessanten Partner-Sitzgelegenheiten.
Ausserdem wird man alle 10 Sekunden von Haendlern angesprochen, ob man nicht was kaufen moechte. Echt nervig! Von mir aus stuende Valladolid nicht auf der Liste der Orte, die man in Mexiko gesehen haben muss.
Playa Paraiso
Im Rahmen der Tour nach Tulum und zur Cenote gestern wurden wir auch an einen Strand namens Playa Paraiso (Paradies-Strand) ganz in der Naehe der Ruinen von Tulum gefahren. Ich mag Sandstraende eigentlich nicht wirklich, der war aber in der Tat sehr huebsch, mit richtig tuerkisem Wasser.
Die Wellen waren ziemlich hoch, was leider sehr viel des extrem feinen Sandes aufgewirbelt hat. Ich habe im Bikini gefuehlt ein halbes Kilo Sand ins Hotel geschleppt, und ziemlich kaempfen muessen, das zwischen den zusammengenaehten Lagen des Bikinioberteils heraus zu bekommen. Wie auch immer das da reingeraten ist.
Wenn man zufaellig in der Naehe ist, lohnt es sich, den Strand anzuschauen und ins Wasser zu springen, extra von Playa del Carmen hinfahren wuerd' ich aber nicht.
Die Wellen waren ziemlich hoch, was leider sehr viel des extrem feinen Sandes aufgewirbelt hat. Ich habe im Bikini gefuehlt ein halbes Kilo Sand ins Hotel geschleppt, und ziemlich kaempfen muessen, das zwischen den zusammengenaehten Lagen des Bikinioberteils heraus zu bekommen. Wie auch immer das da reingeraten ist.
Wenn man zufaellig in der Naehe ist, lohnt es sich, den Strand anzuschauen und ins Wasser zu springen, extra von Playa del Carmen hinfahren wuerd' ich aber nicht.
Tulum
Ich war gestern in Tulum, einer weiteren alten Maya-Stadt, die direkt am Meer gelegen ist.
Es war extrem sonnig und extrem warm, trotz etwas Wind vom Meer. Tulum ist weniger gut rekonstruiert als beispielsweise Chichen Itza.
Teilweise gibt es nur noch Reste der Grundmauern der Gebaeude zu sehen.
Allerdings auch das eine oder andere Relief,
und einige Gebaeude.
Das Gebaeude hier ist noch am besten erhalten. Die Innenwaende oben sind ueber und ueber mit roten Handabdruecken bedeckt.
Und unten gibt es noch Reste der Original-Wandmalereien der Maya.
Das hier war wohl das Hauptgebaeude von Tulum, bestehend aus einem grossen Tempel und zwei weiteren kleinen Tempeln, die den grossen flankiert haben.
Hier nochmal der grosse Tempel von der Seite. Rechts zwischen den Pflanzen kann man den Ozean sehen.
Hinter dem Tempelgebaeude gibt es eine Klippe, und unten etwas Sand-Strand. Man kann an den sich weit draussen brechenden Wellen wieder das Riff erkennen, was sich an der gesamten Ostkueste von Yucatan entlang, vorbei an Belize, bis Honduras im Sueden zieht. Schraeg rechts ueber der Palme kann man erkennen, dass sich die Wellen dort nicht so stark brechen, dort gibt es eine natuerliche Unterbrechung im Riff, die von Booten genutzt werden kann. Das ist auch der Grund, warum Tulum genau dort erbaut wurde, da dort Schiffe anlegen konnten.
Es gibt in Tulum unglaublich viele Echsen, zum Teil richtig grosse!
Er hier hat wohl vor nicht alzu langer Zeit seinen Schwanz verloren:
In einem der Gebaeude waren Restauratoren im Einsatz, die diesen Coatimundi netterweise mit Wasser versorgt haben - es war wirklich bruetend heiss und sonnig!
Ich habe allerdings einen sehr, sehr schlechten Guide erwischt. Ich habe mich bloederweise fuer den deutschen Guide entschieden, ich dachte mir, wenn es den schon gibt, warum sollte ich den nicht nehmen. Der Guide war Halb-Deutscher, Halb-Atztek, das befaehigte ihn aber leider nicht dazu, gut und fluessig Deutsch zu sprechen. Er war fuer die Italienische Gruppe und neben mir noch zwei andere Deutsche zustaendig. Ich hatte Tulum im Rahmen einer Tour gebucht, da war der Eintritt inklusive, nur hatte der Guide leider keine Karten, und brauchte 10 Minuten, um die zu organisieren. Klingt erstmal nicht schlimm, aber wir hatten insgesamt nur etwa 70 Minuten Zeit in Tulum, und alleine 20 Minuten davon haben wir mit Laufen zwischen dem Parkplatz und den Ruinen verbracht. Der Guide hat etwa 90% der Zeit damit zugebracht, der italienischen Gruppe alles detailliert zu erklaeren, in, soweit ich das beurteilen kann, ganz passablem Italienisch. Wir Deutsche wurden von ihm sehr stiefmuetterlich behandelt und bekamen nur rudimentaere Erklaerungen. Und bei den meisten Erklaerungen hat er versucht, christliche Mythologie in die Maya-Gebaeude, Reliefs und Gemaelde hinein zu interpretieren, in dem er in allem 'den Vater, den Sohn und den heiligen Geist' gesehen hat. Ich haette mir eher erhofft, was ueber die Kultur der Maya zu erfahren, warum sie so gebaut haben wie sie gebaut haben, und auch wie sie es geschafft haben, Tulum zu bauen. Aber genau das fehlte leider. Also, sollte jemand von Euch nach Tulum kommen, und ein Herr Lehmann ist Euer Guide, bittet um einen anderen Guide oder schliesst Euch einer anderssprachigen Gruppe an.
Es war extrem sonnig und extrem warm, trotz etwas Wind vom Meer. Tulum ist weniger gut rekonstruiert als beispielsweise Chichen Itza.
Teilweise gibt es nur noch Reste der Grundmauern der Gebaeude zu sehen.
Allerdings auch das eine oder andere Relief,
und einige Gebaeude.
Das Gebaeude hier ist noch am besten erhalten. Die Innenwaende oben sind ueber und ueber mit roten Handabdruecken bedeckt.
Und unten gibt es noch Reste der Original-Wandmalereien der Maya.
Das hier war wohl das Hauptgebaeude von Tulum, bestehend aus einem grossen Tempel und zwei weiteren kleinen Tempeln, die den grossen flankiert haben.
Hier nochmal der grosse Tempel von der Seite. Rechts zwischen den Pflanzen kann man den Ozean sehen.
Hinter dem Tempelgebaeude gibt es eine Klippe, und unten etwas Sand-Strand. Man kann an den sich weit draussen brechenden Wellen wieder das Riff erkennen, was sich an der gesamten Ostkueste von Yucatan entlang, vorbei an Belize, bis Honduras im Sueden zieht. Schraeg rechts ueber der Palme kann man erkennen, dass sich die Wellen dort nicht so stark brechen, dort gibt es eine natuerliche Unterbrechung im Riff, die von Booten genutzt werden kann. Das ist auch der Grund, warum Tulum genau dort erbaut wurde, da dort Schiffe anlegen konnten.
Es gibt in Tulum unglaublich viele Echsen, zum Teil richtig grosse!
Er hier hat wohl vor nicht alzu langer Zeit seinen Schwanz verloren:
In einem der Gebaeude waren Restauratoren im Einsatz, die diesen Coatimundi netterweise mit Wasser versorgt haben - es war wirklich bruetend heiss und sonnig!
Ich habe allerdings einen sehr, sehr schlechten Guide erwischt. Ich habe mich bloederweise fuer den deutschen Guide entschieden, ich dachte mir, wenn es den schon gibt, warum sollte ich den nicht nehmen. Der Guide war Halb-Deutscher, Halb-Atztek, das befaehigte ihn aber leider nicht dazu, gut und fluessig Deutsch zu sprechen. Er war fuer die Italienische Gruppe und neben mir noch zwei andere Deutsche zustaendig. Ich hatte Tulum im Rahmen einer Tour gebucht, da war der Eintritt inklusive, nur hatte der Guide leider keine Karten, und brauchte 10 Minuten, um die zu organisieren. Klingt erstmal nicht schlimm, aber wir hatten insgesamt nur etwa 70 Minuten Zeit in Tulum, und alleine 20 Minuten davon haben wir mit Laufen zwischen dem Parkplatz und den Ruinen verbracht. Der Guide hat etwa 90% der Zeit damit zugebracht, der italienischen Gruppe alles detailliert zu erklaeren, in, soweit ich das beurteilen kann, ganz passablem Italienisch. Wir Deutsche wurden von ihm sehr stiefmuetterlich behandelt und bekamen nur rudimentaere Erklaerungen. Und bei den meisten Erklaerungen hat er versucht, christliche Mythologie in die Maya-Gebaeude, Reliefs und Gemaelde hinein zu interpretieren, in dem er in allem 'den Vater, den Sohn und den heiligen Geist' gesehen hat. Ich haette mir eher erhofft, was ueber die Kultur der Maya zu erfahren, warum sie so gebaut haben wie sie gebaut haben, und auch wie sie es geschafft haben, Tulum zu bauen. Aber genau das fehlte leider. Also, sollte jemand von Euch nach Tulum kommen, und ein Herr Lehmann ist Euer Guide, bittet um einen anderen Guide oder schliesst Euch einer anderssprachigen Gruppe an.
Thursday, June 29, 2017
Abtauchen in die Hö(h-l)le
Ich war heute wieder in einer Cenote, an deren Namen ich mich aber nicht erinnere. Diese Cenote liegt etwas noerdlich von Tulum. Der Eingang ist sehr unspektakulaer, mitten im Wald:
Die Treppe (links im Bild) runter erwartet einen ein hoelzerne, ziemlich rutschige Plattform und eine ins sehr blaue, ziemlich kalte Wasser fuehrende Treppe. An der Decke sieht man schon die ersten Tropfsteine.
Drinnen war es absolut stockfinster, wir hatten alle Rettungswesten bekommen, ausserdem eine Taschenlampe und eine Taucherbrille. Stellenweise ist die Cenote sehr tief, entlang des Weges, den wir geschwommen sind, erstreckte sich ein tiefer aber schmaler Canyon. Stellenweise konnte man aber auch in Mineralienstaub, der sich anfuehlte wie Sand, stehen.
Die Tropfsteine haben die bizarrsten Formen.
Meist hat man aber nicht mehr gesehen, als man gerade mit der Taschenlampe angeleuchtet hat.
Und das alles, waehrend man im Stockdunklen durch das kalte klare Wasser schwimmt. Es gab auch kleinere Fische, das sind wohl die gleichen, von denen man fuer viel Geld sich die Hautschuppen von den Fuessen knabbern lassen kann. Das Wasser war absolut klar, man konnte unter Wasser meterweit schauen. Die Sichtweite war eher durch die nicht allzu helle Taschenlampe begrenzt. An einer Stelle gab es in der Hoehlendecke ein ganz kleines Lichtloch, was wohl in den naechsten Jahrhunderten und Jahrtausenden zu einer neuen Cenote ausgewaschen wird.
Hier noch zwei Videos:
Sehr beeindruckender Ort, leider haben wir den Namen der Cenote nicht erfahren, und ich habe vergessen zu fragen.
Ach ja, warum der Titel Hö(h-l)le? Die Maya dachten, dass die Cenotes Eingaenge in die Unterwelt, also die Hoelle sind.
(viele der Fotos sind stark aufgehellt, die Kamera kam einfach nicht mit der Dunkelheit klar)
Die Treppe (links im Bild) runter erwartet einen ein hoelzerne, ziemlich rutschige Plattform und eine ins sehr blaue, ziemlich kalte Wasser fuehrende Treppe. An der Decke sieht man schon die ersten Tropfsteine.
Drinnen war es absolut stockfinster, wir hatten alle Rettungswesten bekommen, ausserdem eine Taschenlampe und eine Taucherbrille. Stellenweise ist die Cenote sehr tief, entlang des Weges, den wir geschwommen sind, erstreckte sich ein tiefer aber schmaler Canyon. Stellenweise konnte man aber auch in Mineralienstaub, der sich anfuehlte wie Sand, stehen.
Die Tropfsteine haben die bizarrsten Formen.
Meist hat man aber nicht mehr gesehen, als man gerade mit der Taschenlampe angeleuchtet hat.
Und das alles, waehrend man im Stockdunklen durch das kalte klare Wasser schwimmt. Es gab auch kleinere Fische, das sind wohl die gleichen, von denen man fuer viel Geld sich die Hautschuppen von den Fuessen knabbern lassen kann. Das Wasser war absolut klar, man konnte unter Wasser meterweit schauen. Die Sichtweite war eher durch die nicht allzu helle Taschenlampe begrenzt. An einer Stelle gab es in der Hoehlendecke ein ganz kleines Lichtloch, was wohl in den naechsten Jahrhunderten und Jahrtausenden zu einer neuen Cenote ausgewaschen wird.
Hier noch zwei Videos:
Sehr beeindruckender Ort, leider haben wir den Namen der Cenote nicht erfahren, und ich habe vergessen zu fragen.
Ach ja, warum der Titel Hö(h-l)le? Die Maya dachten, dass die Cenotes Eingaenge in die Unterwelt, also die Hoelle sind.
(viele der Fotos sind stark aufgehellt, die Kamera kam einfach nicht mit der Dunkelheit klar)
Wednesday, June 28, 2017
Wieder Schnorcheln, ziemlich komisch und mit Startschwierigkeiten
Ich habe fuer heute einen Schnorchelausflug gebucht, der beinah gehoerig schief gegangen waere, dann aber doch stattgefunden hat, aber durchaus ziemlich seltsam war.
Am Treffpunkt fuer die Fuehrung (auf der Insel Cozumel) angekommen, warteten schon eine ganze Menge Leute, ich habe mich dazugesellt. Nach ziemlich langem Warten wurden ich und 5 andere aussortiert, und ohne Erklaerung in ein Taxi gesetzt. Ich hatte vermutet, dass das der Fall war, weil ich nicht die Standard-Tour mit nur einem Schnorchelstopp gebucht habe, sondern die erweiterte Tour mit drei Stopps. An irgendeinem kleinen Hafen, wo es ein paar Gebaeude gab, vor denen eine Menge Taucherflaschen standen, hat uns der Taxifahrer abgesetzt. Nur fuehlte sich dort keiner fuer uns zustaendig, gebucht hatten wir ja auch einen Schnorchelausflug, nicht Tauchen. Nach ein wenig rumfragen haben wir dann erfahren, dass uns der Taxifahrer am falschen Hafen abgesetzt hat. Toll. Nach 20 Minuten Fussmarsch haben wir dann auch den richtigen Hafen gefunden, wo wir dann tatsaechlich erwartet wurden. Allerdings war das Boot kein Glasbodenboot, was wir alle gebucht hatten. Es stellte sich dann raus, dass der Tourbetreiber das Glasbodenboot ueberbucht hatte, und wir 6 die mit der A...schkarte waren, die nicht mitdurften, und auf ein normales Boot verfrachtet worden sind. Der Tourbetreiber wird noch eine saftige Email von mir bekommen.
Wir sind dann doch alle eingestiegen, wir wollten ja alle schnorcheln. Nach ewiger Fahrt machte das Boot dann in einer kleinen Bucht fest, und wir bekamen die Moeglichkeit, ins Wasser zu gehen. Allerdings nur ohne (!) Schnorchel und Taucherbrille und ohne (!) Flossen. Ich habe meine eigene Taucherbrille und einen eigenen Schnorchel, wollte mir ein paar der an Bord rumliegenden Flossen greifen, bin aber davon abgehalten worden mit dem Argument: brauchste nich, hier gibt's eh nix zu sehen, der Stopp ist nur zum Entspannen. Da klappte mir echt die Kinnlade runter, ich wollte Schnorcheln! Fische, Riffs und so. Nicht irgendeine Sandbank irgendwo.
Nach etwa 15 Minuten, die anderen haben geplantscht, ich habe an Bord protestiert, ging es dann endlich weiter, endlich zum ersten echten Schnorchelstopp. Drei von den anderen wollten Schwimmwesten, es waren aber nur zwei brauchbare an Bord. Der Dritte, der eine Schwimmweste wollte, bekam ein Billig-Aufblasdings, was sich nicht richtig aufblasen lassen wollte. Es wurden den anderen dann Taucherbrillen und billigste Schnorchel ausgeteilt, und gefragt, ob wir alle bereit sind, wobei ich nur auf meine Fuesse gedeutet habe, denn da fehlten mir noch die Flossen zum Schnorcheln. Nach einigem Bitten bekam ich dann welche. Alle anderen, noch nichtmal der Guide, zogen welche an (obwohl davon, im Gegensatz zu den Schwimmwesten, genuegend an Bord waren!). Also ging es dann das erste mal ins Wasser, der Guide mit Rettungsring, an dem sich einige die ganze Zeit panisch festhielten, einige mit Schwimmweste, und ich als einzige mit Flossen. Der Guide zog dann, wild paddelnd (da keine Flossen) den Rettungsring hinter sich her, an dem meist einige der anderen hingen, und genauso wild gepaddelt haben.
Der Herr oben im Bild (in lila-gelb gekleidet) ist der Guide, links eine Dame mit echter Rettungsweste, unten der Herr traegt das Aufblas-Rettungswestendings.
Und so richtig Guide war der Guide auch nicht. Aus Belize bin ich es gewohnt, dass der Guide abtaucht, auf einen Fisch zeigt, auftaucht, und den Namen des Fisches nennt. Hat dieser Guide nicht, ich hab ein paar mal nach Namen von Fischen gefragt, und nur 'it's a fish' als Antwort bekommen, ich hab das Fragen dann ganz schnell aufgegeben.
Zu sehen gab es am ersten Stopp dann hauptsaechlich Seesterne, Unzaehlige davon! Deshalb traegt der Stopp auch den Namen el Cielo, der Himmel. Hier ein Seestern in nah:
hier ein anderer
ganz viele Seesterne!
Dazwischen hab ich diese sehr huebsche Muschel entdeckt
Ich war bei den Seesternen echt froh, dass ich Flossen hatte, denn die waren alle recht tief, so konnte ich zum besseren anschauen und zum Fotos machen naeher rantauchen.
Dann ging es weiter zu den naechsten beiden Stopps, zwei Riffs. Leider sind alle Riffs um Cozumel sehr tief, zwischen 10 und 20 Metern, so tief kann ich dann leider doch nicht tauchen, auch mit Flossen nicht, daher gibt's nur Bilder von ganz weit weg.
An einer Stelle war das Riff etwas hoeher, und mit einer schoenen Koralle bewachsen.
Und wir haben auch eine Schildi gesehen, die aber irgendein Problem mit ihrem Panzer hatte, die arme.
Ausserdem gab's noch drei Rochen, wovon ich leider keine Fotos habe, da zu tief.
Und dazwischen immer der wild paddelnde Guide, der andere wild paddelnde Leute an einem Rettungsring hinter sich hergezogen hat. Sehr, sehr seltsames Schauspiel. Die anderen haben mich ja ordentlich schwimmen und tauchen sehen, ich frage mich echt, warum keiner der anderen nach Flossen gefragt hat. War auch sicher einfacher zu schwimmen, da ich nicht wild paddeln musste....
Am Treffpunkt fuer die Fuehrung (auf der Insel Cozumel) angekommen, warteten schon eine ganze Menge Leute, ich habe mich dazugesellt. Nach ziemlich langem Warten wurden ich und 5 andere aussortiert, und ohne Erklaerung in ein Taxi gesetzt. Ich hatte vermutet, dass das der Fall war, weil ich nicht die Standard-Tour mit nur einem Schnorchelstopp gebucht habe, sondern die erweiterte Tour mit drei Stopps. An irgendeinem kleinen Hafen, wo es ein paar Gebaeude gab, vor denen eine Menge Taucherflaschen standen, hat uns der Taxifahrer abgesetzt. Nur fuehlte sich dort keiner fuer uns zustaendig, gebucht hatten wir ja auch einen Schnorchelausflug, nicht Tauchen. Nach ein wenig rumfragen haben wir dann erfahren, dass uns der Taxifahrer am falschen Hafen abgesetzt hat. Toll. Nach 20 Minuten Fussmarsch haben wir dann auch den richtigen Hafen gefunden, wo wir dann tatsaechlich erwartet wurden. Allerdings war das Boot kein Glasbodenboot, was wir alle gebucht hatten. Es stellte sich dann raus, dass der Tourbetreiber das Glasbodenboot ueberbucht hatte, und wir 6 die mit der A...schkarte waren, die nicht mitdurften, und auf ein normales Boot verfrachtet worden sind. Der Tourbetreiber wird noch eine saftige Email von mir bekommen.
Wir sind dann doch alle eingestiegen, wir wollten ja alle schnorcheln. Nach ewiger Fahrt machte das Boot dann in einer kleinen Bucht fest, und wir bekamen die Moeglichkeit, ins Wasser zu gehen. Allerdings nur ohne (!) Schnorchel und Taucherbrille und ohne (!) Flossen. Ich habe meine eigene Taucherbrille und einen eigenen Schnorchel, wollte mir ein paar der an Bord rumliegenden Flossen greifen, bin aber davon abgehalten worden mit dem Argument: brauchste nich, hier gibt's eh nix zu sehen, der Stopp ist nur zum Entspannen. Da klappte mir echt die Kinnlade runter, ich wollte Schnorcheln! Fische, Riffs und so. Nicht irgendeine Sandbank irgendwo.
Nach etwa 15 Minuten, die anderen haben geplantscht, ich habe an Bord protestiert, ging es dann endlich weiter, endlich zum ersten echten Schnorchelstopp. Drei von den anderen wollten Schwimmwesten, es waren aber nur zwei brauchbare an Bord. Der Dritte, der eine Schwimmweste wollte, bekam ein Billig-Aufblasdings, was sich nicht richtig aufblasen lassen wollte. Es wurden den anderen dann Taucherbrillen und billigste Schnorchel ausgeteilt, und gefragt, ob wir alle bereit sind, wobei ich nur auf meine Fuesse gedeutet habe, denn da fehlten mir noch die Flossen zum Schnorcheln. Nach einigem Bitten bekam ich dann welche. Alle anderen, noch nichtmal der Guide, zogen welche an (obwohl davon, im Gegensatz zu den Schwimmwesten, genuegend an Bord waren!). Also ging es dann das erste mal ins Wasser, der Guide mit Rettungsring, an dem sich einige die ganze Zeit panisch festhielten, einige mit Schwimmweste, und ich als einzige mit Flossen. Der Guide zog dann, wild paddelnd (da keine Flossen) den Rettungsring hinter sich her, an dem meist einige der anderen hingen, und genauso wild gepaddelt haben.
Der Herr oben im Bild (in lila-gelb gekleidet) ist der Guide, links eine Dame mit echter Rettungsweste, unten der Herr traegt das Aufblas-Rettungswestendings.
Und so richtig Guide war der Guide auch nicht. Aus Belize bin ich es gewohnt, dass der Guide abtaucht, auf einen Fisch zeigt, auftaucht, und den Namen des Fisches nennt. Hat dieser Guide nicht, ich hab ein paar mal nach Namen von Fischen gefragt, und nur 'it's a fish' als Antwort bekommen, ich hab das Fragen dann ganz schnell aufgegeben.
Zu sehen gab es am ersten Stopp dann hauptsaechlich Seesterne, Unzaehlige davon! Deshalb traegt der Stopp auch den Namen el Cielo, der Himmel. Hier ein Seestern in nah:
hier ein anderer
ganz viele Seesterne!
Dazwischen hab ich diese sehr huebsche Muschel entdeckt
Ich war bei den Seesternen echt froh, dass ich Flossen hatte, denn die waren alle recht tief, so konnte ich zum besseren anschauen und zum Fotos machen naeher rantauchen.
Dann ging es weiter zu den naechsten beiden Stopps, zwei Riffs. Leider sind alle Riffs um Cozumel sehr tief, zwischen 10 und 20 Metern, so tief kann ich dann leider doch nicht tauchen, auch mit Flossen nicht, daher gibt's nur Bilder von ganz weit weg.
An einer Stelle war das Riff etwas hoeher, und mit einer schoenen Koralle bewachsen.
Und wir haben auch eine Schildi gesehen, die aber irgendein Problem mit ihrem Panzer hatte, die arme.
Ausserdem gab's noch drei Rochen, wovon ich leider keine Fotos habe, da zu tief.
Und dazwischen immer der wild paddelnde Guide, der andere wild paddelnde Leute an einem Rettungsring hinter sich hergezogen hat. Sehr, sehr seltsames Schauspiel. Die anderen haben mich ja ordentlich schwimmen und tauchen sehen, ich frage mich echt, warum keiner der anderen nach Flossen gefragt hat. War auch sicher einfacher zu schwimmen, da ich nicht wild paddeln musste....
Chichen Itza
Chichen Itza war eine bedeutende Maya-Stadt hier auf der Yukatan-Halbinsel. Das hier ist die Pyramide des Kukulkan:
Man darf leider nicht (mehr) hochklettern, nachdem sich einige Touristen mehr als daneben benommen haben, und Botschaften in die Steine geritzt haben, und Teile von Wandmalereien geklaut haben.
Zweimal jedes Jahr, zur Tag-und-Nacht-Gleiche, wandert an der Seite der linken der beiden im folgenden Bild zu sehenden Treppen der Schatten einer Schlange nach unten:
Unten an den Treppen sind die Schlangenkoepfe zu sehen.
Von hinten ist die Pyramide nicht so gut restauriert.
Das hier ist der Ballspielplatz. Es spielten wohl zwei Mannschaften zu je 7 Spielern gegeneinander, davon 6 Feldspieler, und ein Kapitaen. Die Kapitaene spielten auf den schmalen Plattformen ueber den Schraegen Waenden ganz unten, und versuchten, den Ball mit der Huefte durch den ganz oben an der Mauer befestigten Ring zu befoerdern.
Das hier ist so ein Ring, ein normaler Fussball wuerde vermutlich geradeso durchpassen. Platz fuer die Zuschauer war uebrigens nur ganz oben auf den hohen Mauern, echte Zuschauertribuenen oder sowas gab es nicht.
An den Ecken wacht er hier ueber das Spiel:
Das hier ist ein Tempel, der auf eine der Mauern gebaut wurde.
Die Schraegen selbst sind mit vielen, sehr detaillierten Reliefs verziert. Der Kapitaen der Gewinnermanschaft wurde uebrigens dann den Goettern geopfert, denn die Goetter sollen nur die besten erhalten.
Das war wohl ein Opfer-Altar in Form eines Jaguars.
Jaguar-Tempel, in dem der Opfer-Altar steht, kann man an der Decke noch die Original-Farben der Reliefs erkennen.
Das hier ist ein weiterer Tempel auf dem Gelaende von Chichen Itza, der von unzaehligen Saeulen flankiert ist, worauf sich wohl frueher eine Gewoelbe-Decke befand.
Ganz oben auf dem Tempel findet sich er hier:
Direkt neben der grossen Pyramide sind bei Ausgrabungen weitere Strukturen gefunden worden.
Ueberall im Wald um die Tempel herum liegen weitere Steine.
Und wilde Tiere gibt's natuerlich auch.
Als Besucher muss man sich durch lange Reihen an Staenden kaempfen, an denen (meist) Maya versuchen, allerlei Schnickschnack zu verkaufen. "Just one Dollar, Lady, only one Dollar! Look, Madam, one Dollar only!" Sehr nervig!
Ich habe leider keinen wirklich guten Guide erwischt. Er ist Maya, ist Archaeologe (taeglich 4h Bauwerke rekonstruieren und 1 Fuehrung), konnte richtig gut Englisch (ist wohl in Los Angeles zur Schule gegangen und hat dort studiert), aber er war furchtbar langsam (ich war die einzige Nicht-Englisch-Muttersprachlerin in der Gruppe, habe aber trotzdem jedes Wort problemlos verstangen), er hat nach jedem Halbsatz gefragt, ob wir ihm noch folgen koennen und auf Bestaetigung gewartet, und er hat sich ewig lang in irgendwelcher Zahlen- und Formenmystik aufgehalten. Dabei hatten wir leider nur etwa 2 Stunden Zeit auf dem Gelaende. Und ausser der grossen Pyramide und dem Ballspielplatz mit dem Tempel des Jaguar (was alles nicht mehr als 200m auseinander liegt) haben wurde uns leider nichts gezeigt. Schade. Ich bin in den letzten verbleibenden 15 Minuten nochmal ueber das Gelaende gerast und habe schnell noch ein paar Fotos gemacht.
Ich vermute stark, dass Chichen Itza viel, viel groesser ist, als was wir gezeigt bekommen haben. Von daher war ich leider auch nicht so beeindruckt wie von Tikal. Auch die Vegetation ist ganz anders, sehr viel trockener, auch einzelne Kakteen-Pflanzen waren zu sehen, also weit weniger "Dschungel" als Tikal.
Aber andererseits: es war richtig, richtig warm und sonnig mit sehr wenig Wind, ich habe es nur mit Regenschirm umfunktioniert zum Sonnenschirm einigermassen ausgehalten.
Man darf leider nicht (mehr) hochklettern, nachdem sich einige Touristen mehr als daneben benommen haben, und Botschaften in die Steine geritzt haben, und Teile von Wandmalereien geklaut haben.
Zweimal jedes Jahr, zur Tag-und-Nacht-Gleiche, wandert an der Seite der linken der beiden im folgenden Bild zu sehenden Treppen der Schatten einer Schlange nach unten:
Unten an den Treppen sind die Schlangenkoepfe zu sehen.
Von hinten ist die Pyramide nicht so gut restauriert.
Das hier ist der Ballspielplatz. Es spielten wohl zwei Mannschaften zu je 7 Spielern gegeneinander, davon 6 Feldspieler, und ein Kapitaen. Die Kapitaene spielten auf den schmalen Plattformen ueber den Schraegen Waenden ganz unten, und versuchten, den Ball mit der Huefte durch den ganz oben an der Mauer befestigten Ring zu befoerdern.
Das hier ist so ein Ring, ein normaler Fussball wuerde vermutlich geradeso durchpassen. Platz fuer die Zuschauer war uebrigens nur ganz oben auf den hohen Mauern, echte Zuschauertribuenen oder sowas gab es nicht.
An den Ecken wacht er hier ueber das Spiel:
Das hier ist ein Tempel, der auf eine der Mauern gebaut wurde.
Die Schraegen selbst sind mit vielen, sehr detaillierten Reliefs verziert. Der Kapitaen der Gewinnermanschaft wurde uebrigens dann den Goettern geopfert, denn die Goetter sollen nur die besten erhalten.
Das war wohl ein Opfer-Altar in Form eines Jaguars.
Jaguar-Tempel, in dem der Opfer-Altar steht, kann man an der Decke noch die Original-Farben der Reliefs erkennen.
Das hier ist ein weiterer Tempel auf dem Gelaende von Chichen Itza, der von unzaehligen Saeulen flankiert ist, worauf sich wohl frueher eine Gewoelbe-Decke befand.
Ganz oben auf dem Tempel findet sich er hier:
Direkt neben der grossen Pyramide sind bei Ausgrabungen weitere Strukturen gefunden worden.
Ueberall im Wald um die Tempel herum liegen weitere Steine.
Und wilde Tiere gibt's natuerlich auch.
Als Besucher muss man sich durch lange Reihen an Staenden kaempfen, an denen (meist) Maya versuchen, allerlei Schnickschnack zu verkaufen. "Just one Dollar, Lady, only one Dollar! Look, Madam, one Dollar only!" Sehr nervig!
Ich habe leider keinen wirklich guten Guide erwischt. Er ist Maya, ist Archaeologe (taeglich 4h Bauwerke rekonstruieren und 1 Fuehrung), konnte richtig gut Englisch (ist wohl in Los Angeles zur Schule gegangen und hat dort studiert), aber er war furchtbar langsam (ich war die einzige Nicht-Englisch-Muttersprachlerin in der Gruppe, habe aber trotzdem jedes Wort problemlos verstangen), er hat nach jedem Halbsatz gefragt, ob wir ihm noch folgen koennen und auf Bestaetigung gewartet, und er hat sich ewig lang in irgendwelcher Zahlen- und Formenmystik aufgehalten. Dabei hatten wir leider nur etwa 2 Stunden Zeit auf dem Gelaende. Und ausser der grossen Pyramide und dem Ballspielplatz mit dem Tempel des Jaguar (was alles nicht mehr als 200m auseinander liegt) haben wurde uns leider nichts gezeigt. Schade. Ich bin in den letzten verbleibenden 15 Minuten nochmal ueber das Gelaende gerast und habe schnell noch ein paar Fotos gemacht.
Ich vermute stark, dass Chichen Itza viel, viel groesser ist, als was wir gezeigt bekommen haben. Von daher war ich leider auch nicht so beeindruckt wie von Tikal. Auch die Vegetation ist ganz anders, sehr viel trockener, auch einzelne Kakteen-Pflanzen waren zu sehen, also weit weniger "Dschungel" als Tikal.
Aber andererseits: es war richtig, richtig warm und sonnig mit sehr wenig Wind, ich habe es nur mit Regenschirm umfunktioniert zum Sonnenschirm einigermassen ausgehalten.
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