Friday, June 30, 2017

Tulum

Ich war gestern in Tulum, einer weiteren alten Maya-Stadt, die direkt am Meer gelegen ist.
 Es war extrem sonnig und extrem warm, trotz etwas Wind vom Meer. Tulum ist weniger gut rekonstruiert als beispielsweise Chichen Itza.
 Teilweise gibt es nur noch Reste der Grundmauern der Gebaeude zu sehen.
 Allerdings auch das eine oder andere Relief,
und einige Gebaeude.
 Das Gebaeude hier ist noch am besten erhalten. Die Innenwaende oben sind ueber und ueber mit roten Handabdruecken bedeckt.
 Und unten gibt es noch Reste der Original-Wandmalereien der Maya.
 Das hier war wohl das Hauptgebaeude von Tulum, bestehend aus einem grossen Tempel und zwei weiteren kleinen Tempeln, die den grossen flankiert haben.
 Hier nochmal der grosse Tempel von der Seite. Rechts zwischen den Pflanzen kann man den Ozean sehen.
 Hinter dem Tempelgebaeude gibt es eine Klippe, und unten etwas Sand-Strand. Man kann an den sich weit draussen brechenden Wellen wieder das Riff erkennen, was sich an der gesamten Ostkueste von Yucatan entlang, vorbei an Belize, bis Honduras im Sueden zieht. Schraeg rechts ueber der Palme kann man erkennen, dass sich die Wellen dort nicht so stark brechen, dort gibt es eine natuerliche Unterbrechung im Riff, die von Booten genutzt werden kann. Das ist auch der Grund, warum Tulum genau dort erbaut wurde, da dort Schiffe anlegen konnten.
Es gibt in Tulum unglaublich viele Echsen, zum Teil richtig grosse!
 Er hier hat wohl vor nicht alzu langer Zeit seinen Schwanz verloren:
 In einem der Gebaeude waren Restauratoren im Einsatz, die diesen Coatimundi netterweise mit Wasser versorgt haben - es war wirklich bruetend heiss und sonnig!

Ich habe allerdings einen sehr, sehr schlechten Guide erwischt. Ich habe mich bloederweise fuer den deutschen Guide entschieden, ich dachte mir, wenn es den schon gibt, warum sollte ich den nicht nehmen. Der Guide war Halb-Deutscher, Halb-Atztek, das befaehigte ihn aber leider nicht dazu, gut und fluessig Deutsch zu sprechen. Er war fuer die Italienische Gruppe und neben mir noch zwei andere Deutsche zustaendig. Ich hatte Tulum im Rahmen einer Tour gebucht, da war der Eintritt inklusive, nur hatte der Guide leider keine Karten, und brauchte 10 Minuten, um die zu organisieren. Klingt erstmal nicht schlimm, aber wir hatten insgesamt nur etwa 70 Minuten Zeit in Tulum, und alleine 20 Minuten davon haben wir mit Laufen zwischen dem Parkplatz und den Ruinen verbracht. Der Guide hat etwa 90% der Zeit damit zugebracht, der italienischen Gruppe alles detailliert zu erklaeren, in, soweit ich das beurteilen kann, ganz passablem Italienisch. Wir Deutsche wurden von ihm sehr stiefmuetterlich behandelt und bekamen nur rudimentaere Erklaerungen. Und bei den meisten Erklaerungen hat er versucht, christliche Mythologie in die Maya-Gebaeude, Reliefs und Gemaelde hinein zu interpretieren, in dem er in allem 'den Vater, den Sohn und den heiligen Geist' gesehen hat. Ich haette mir eher erhofft, was ueber die Kultur der Maya zu erfahren, warum sie so gebaut haben wie sie gebaut haben, und auch wie sie es geschafft haben, Tulum zu bauen. Aber genau das fehlte leider. Also, sollte jemand von Euch nach Tulum kommen, und ein Herr Lehmann ist Euer Guide, bittet um einen anderen Guide oder schliesst Euch einer anderssprachigen Gruppe an.

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