Thursday, June 29, 2017

Abtauchen in die Hö(h-l)le

Ich war heute wieder in einer Cenote, an deren Namen ich mich aber nicht erinnere. Diese Cenote liegt etwas noerdlich von Tulum. Der Eingang ist sehr unspektakulaer, mitten im Wald:
 Die Treppe (links im Bild) runter erwartet einen ein hoelzerne, ziemlich rutschige Plattform und eine ins sehr blaue, ziemlich kalte Wasser fuehrende Treppe. An der Decke sieht man schon die ersten Tropfsteine.
 Drinnen war es absolut stockfinster, wir hatten alle Rettungswesten bekommen, ausserdem eine Taschenlampe und eine Taucherbrille. Stellenweise ist die Cenote sehr tief, entlang des Weges, den wir geschwommen sind, erstreckte sich ein tiefer aber schmaler Canyon. Stellenweise konnte man aber auch in Mineralienstaub, der sich anfuehlte wie Sand, stehen.
 Die Tropfsteine haben die bizarrsten Formen.
Meist hat man aber nicht mehr gesehen, als man gerade mit der Taschenlampe angeleuchtet hat.
Und das alles, waehrend man im Stockdunklen durch das kalte klare Wasser schwimmt. Es gab auch kleinere Fische, das sind wohl die gleichen, von denen man fuer viel Geld sich die Hautschuppen von den Fuessen knabbern lassen kann. Das Wasser war absolut klar, man konnte unter Wasser meterweit schauen. Die Sichtweite war eher durch die nicht allzu helle Taschenlampe begrenzt. An einer Stelle gab es in der Hoehlendecke ein ganz kleines Lichtloch, was wohl in den naechsten Jahrhunderten und Jahrtausenden zu einer neuen Cenote ausgewaschen wird.

Hier noch zwei Videos:




Sehr beeindruckender Ort, leider haben wir den Namen der Cenote nicht erfahren, und ich habe vergessen zu fragen.

Ach ja, warum der Titel Hö(h-l)le? Die Maya dachten, dass die Cenotes Eingaenge in die Unterwelt, also die Hoelle sind.

(viele der Fotos sind stark aufgehellt, die Kamera kam einfach nicht mit der Dunkelheit klar)

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