Wednesday, June 28, 2017

Wieder Schnorcheln, ziemlich komisch und mit Startschwierigkeiten

Ich habe fuer heute einen Schnorchelausflug gebucht, der beinah gehoerig schief gegangen waere, dann aber doch stattgefunden hat, aber durchaus ziemlich seltsam war.

Am Treffpunkt fuer die Fuehrung (auf der Insel Cozumel) angekommen, warteten schon eine ganze Menge Leute, ich habe mich dazugesellt. Nach ziemlich langem Warten wurden ich und 5 andere aussortiert, und ohne Erklaerung in ein Taxi gesetzt. Ich hatte vermutet, dass das der Fall war, weil ich nicht die Standard-Tour mit nur einem Schnorchelstopp gebucht habe, sondern die erweiterte Tour mit drei Stopps. An irgendeinem kleinen Hafen, wo es ein paar Gebaeude gab, vor denen eine Menge Taucherflaschen standen, hat uns der Taxifahrer abgesetzt. Nur fuehlte sich dort keiner fuer uns zustaendig, gebucht hatten wir ja auch einen Schnorchelausflug, nicht Tauchen. Nach ein wenig rumfragen haben wir dann erfahren, dass uns der Taxifahrer am falschen Hafen abgesetzt hat. Toll. Nach 20 Minuten Fussmarsch haben wir dann auch den richtigen Hafen gefunden, wo wir dann tatsaechlich erwartet wurden. Allerdings war das Boot kein Glasbodenboot, was wir alle gebucht hatten.  Es stellte sich dann raus, dass der Tourbetreiber das Glasbodenboot ueberbucht hatte, und wir 6 die mit der A...schkarte waren, die nicht mitdurften, und auf ein normales Boot verfrachtet worden sind. Der Tourbetreiber wird noch eine saftige Email von mir bekommen.

Wir sind dann doch alle eingestiegen, wir wollten ja alle schnorcheln. Nach ewiger Fahrt machte das Boot dann in einer kleinen Bucht fest, und wir bekamen die Moeglichkeit, ins Wasser zu gehen. Allerdings nur ohne (!) Schnorchel und Taucherbrille und ohne (!) Flossen. Ich habe meine eigene Taucherbrille und einen eigenen Schnorchel, wollte mir ein paar der an Bord rumliegenden Flossen greifen, bin aber davon abgehalten worden mit dem Argument: brauchste nich, hier gibt's eh nix zu sehen, der Stopp ist nur zum Entspannen. Da klappte mir echt die Kinnlade runter, ich wollte Schnorcheln! Fische, Riffs und so. Nicht irgendeine Sandbank irgendwo.

Nach etwa 15 Minuten, die anderen haben geplantscht, ich habe an Bord protestiert, ging es dann endlich weiter, endlich zum ersten echten Schnorchelstopp. Drei von den anderen wollten Schwimmwesten, es waren aber nur zwei brauchbare an Bord. Der Dritte, der eine Schwimmweste wollte, bekam ein Billig-Aufblasdings, was sich nicht richtig aufblasen lassen wollte. Es wurden den anderen dann Taucherbrillen und billigste Schnorchel ausgeteilt, und gefragt, ob wir alle bereit sind, wobei ich nur auf meine Fuesse gedeutet habe, denn da fehlten mir noch die Flossen zum Schnorcheln. Nach einigem Bitten bekam ich dann welche. Alle anderen, noch nichtmal der Guide, zogen welche an (obwohl davon, im Gegensatz zu den Schwimmwesten, genuegend an Bord waren!). Also ging es dann das erste mal ins Wasser, der Guide mit Rettungsring, an dem sich einige die ganze Zeit panisch festhielten, einige mit Schwimmweste, und ich als einzige mit Flossen. Der Guide zog dann, wild paddelnd (da keine Flossen) den Rettungsring hinter sich her, an dem meist einige der anderen hingen, und genauso wild gepaddelt haben.

Der Herr oben im Bild (in lila-gelb gekleidet) ist der Guide, links eine Dame mit echter Rettungsweste, unten der Herr traegt das Aufblas-Rettungswestendings.
Und so richtig Guide war der Guide auch nicht. Aus Belize bin ich es gewohnt, dass der Guide abtaucht, auf einen Fisch zeigt, auftaucht, und den Namen des Fisches nennt. Hat dieser Guide nicht, ich hab ein paar mal nach Namen von Fischen gefragt, und nur 'it's a fish' als Antwort bekommen, ich hab das Fragen dann ganz schnell aufgegeben.

 Zu sehen gab es am ersten Stopp dann hauptsaechlich Seesterne, Unzaehlige davon! Deshalb traegt der Stopp auch den Namen el Cielo, der Himmel. Hier ein Seestern in nah:
 hier ein anderer
 ganz viele Seesterne!
 Dazwischen hab ich diese sehr huebsche Muschel entdeckt
Ich war bei den Seesternen echt froh, dass ich Flossen hatte, denn die waren alle recht tief, so konnte ich zum besseren anschauen und zum Fotos machen naeher rantauchen.

 Dann ging es weiter zu den naechsten beiden Stopps, zwei Riffs. Leider sind alle Riffs um Cozumel sehr tief, zwischen 10 und 20 Metern, so tief kann ich dann leider doch nicht tauchen, auch mit Flossen nicht, daher gibt's nur Bilder von ganz weit weg.
 An einer Stelle war das Riff etwas hoeher, und mit einer schoenen Koralle bewachsen.
Und wir haben auch eine Schildi gesehen, die aber irgendein Problem mit ihrem Panzer hatte, die arme.
Ausserdem gab's noch drei Rochen, wovon ich leider keine Fotos habe, da zu tief.

Und dazwischen immer der wild paddelnde Guide, der andere wild paddelnde Leute an einem Rettungsring hinter sich hergezogen hat. Sehr, sehr seltsames Schauspiel. Die anderen haben mich ja ordentlich schwimmen und tauchen sehen, ich frage mich echt, warum keiner der anderen nach Flossen gefragt hat. War auch sicher einfacher zu schwimmen, da ich nicht wild paddeln musste....

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